Medaillensegen für den HKC und 1.Platz in der Gesamtwertung

Norddeutsche Meisterschaft im Karate
Von Bianca Walsleben

Die letzte Bestandsaufnahme vor dem großen JKA-Cup im November absolvierten die Karatekas des „Hatsuun Jindo“ Karate-Club Magdeburg-Barleben e. V. am vergangenen Wochenende in Wolfsburg. Anlässlich der Norddeutschen Meisterschaft kamen gut 280 Teilnehmer aus 21Vereinen zur letzten Bewährungsprobe zusammen.
Bei den acht- bis elfjährigen Mädchen lieferten sich Mira Acuna-Vazquez und Paula Ludwig vom HKC ein Kopf an Kopf Rennen im Kumite. Beide arbeiteten sich an die Spitze ihrer Pools in den Vorrunden vor und mussten dann im Finale gegeneinander antreten. Da Mira zwar mit ihren Fausttechniken, nicht jedoch mit ihrem Fußtritt einen Punkt erzielen konnte, hatte Paula am Ende die Nase vorn, deren drei Gegenangriffe jeweils mit einem Punkt belohnt wurden. Nach der Silbermedaille für Mira und der Goldenen für Paula konnten die beiden gemeinsam mit Teamkollegin Helene Dücker ins Kata-Team-Finale einziehen. In den Vorrunden noch punktemäßig klar vorn, machte ihnen im Finale ihre Aufregung einen Strich durch die Rechnung, sodass sie um ein Zehntel den dritten Platz verfehlten.
In der gleichen Altersgruppe taten sich Raik Babev und Peter Fuller hervor. Nachdem Raik mit Heian Godan im Kata-Finale den dritten Platz hinter Peter, der mit Heian Yondan Norddeutscher Meister wurde, einnahm, setze er sich gewohnt kämpferisch im Kumite gegen jeden Kontrahenten durch und durfte sich über Gold freuen.
In der Gruppe der zwölf- bis dreizehnjährigen Jungen von Orange- bis Grüngurt brachten Tom Köppens präzise und kräftige Gegenangriffe im Kihon-Ippon-Kumite ihn ins Finale. Dort konnte sein Gegner nur einen Punkt platzieren, sodass Tom mit zwei Gegentreffern Norddeutscher Meister wurde.
In derselben Altersklasse bei den Braungurten sollte es sich wie so oft zuvor zwischen Arne Krippendorf und Emil Haufler entscheiden. Beide Karatekas zeichnet ein ungemeiner Ehrgeiz aus, der sie auf Wettkämpfen über sich hinauswachsen lässt. Emil zog in das kleine Finale im Kumite ein, hatte dort jedoch das Nachsehen als Igor Ponomarav vom Kiko Hannover mit einem Ippon (volle Wertung, die zum sofortigen Sieg führt) punktete. Somit errang Emil die Bronzemedaille. Auch Arne tat sich mit Igor im Finale schwer und beide mussten Verwarnungen wegen Kontaktes einstecken. Am Ende fand Arne kein adäquates Mittel, um gegen den Hannoveraner zu punkten und wurde Zweiter. In das Finale des Kata-Shiai zogen wieder die beiden Magdeburger ein. Als erster Teilnehmer ging Emil an den Start und holte mit seiner Heian Godan 24,0 Punkte. Einzig Arne schaffte es, diese Punktzahl mit der Kata Enpi noch zu überbieten, so dass Norddeutscher Meister und Vizemeister an den HKC gingen.
In den Team-Wettbewerben war der HKC stark vertreten. Einen ersten Platz im Kumite-Team und eine Silbermedaille im Kata-Team erkämpften sich gemeinsam Charlotte Oehm, Amy Lüer und Maya Tafel. Wobei es Amy und Maya auch im Einzel-Kumite-Wettbewerb gelang, jeweils einen dritten Platz bei den 16- bis 17Jährigen zu belegen. Bei den Jungs setzten sich Benjamin Talarczyk, Vincent Drevenstedt und Lukas Elvers gegen ihre Konkurrenz durch. In der Vorrunde gewannen sie eindeutig gegen das Team aus Wattenscheid. Im Finale ging es gegen Kiko Hannover. In drei harten Begegnungen konnten sich die Magdeburger den Vorteil von zwei Siegen und einem Unentschieden sichern und gewannen damit die Norddeutsche Meisterschaft. Im Kata-Team Finale der Herren setzte sich der HKC ebenfalls durch und das Team um Lukas Elvers, Robin Nitsche und Louis Keffel holte mit seiner Kür-Kata Bassai Dai Gold. Im Einzelwettbewerb der Herren konnte Long Le Do sich in einem starken und großen Starterfeld behaupten. Mit reichlich Entschlossenheit und dem Auge für die Lücke kämpfte er sich in das Finale vor, in dem er Tarek Ebida aus Hannover gegenüberstand. Der Kampf ging über die volle Distanz und am Ende hatte Tarek mit einem Punkt den Vorteil auf seiner Seite, sodass Long verdient der Vizetitel blieb.
Den Hattrick schaffte Celina Kreutz. Als erfolgreichste Starterin des HKC gewann sie dreimal die Goldmedaille. Im Kumite-Einzel verwies sie im Finale Teamkollegin Sophie Willuweit auf Rang zwei und gewann anschließend gemeinsam mit ihr und Jana Elvers im Kumite-Team und Kata-Team die Goldmedaillen.
Damit trug Celina erheblich zum beeindruckenden Gesamtergebnis von 31 Platzierungen bei. Dazu zählen elfmal Gold, neunmal Silber, siebenmal Bronze und vier vierte Plätze. Damit war der HKC der erfolgreichste Verein des Turniers und die Herausforderung JKA-Cup kann angegangen werden.

1. Platz Kata: Peter Fuller
Arne Krippendorf
Kata-Team (Celina Kreutz, Jana Elvers, Sophie Willuweit)
Kata-Team (Louis Keffel, Lukas Elvers, Robin Nitsche)
Kumite: Paula Ludwig
Raik Babev
Tom Köppen
Celina Kreutz
Kumite-Team (Amy Lüer, Charlotte Oehm, Maya Tafel)
Kumite-Team (Celina Kreutz, Jana Elvers, Sophie Willuweit)
Kumite-Team (Benjamin Talarczyk, Vincent Drevenstedt, Lukas Elvers/Justus Rudel)

2. Platz Kata: Helene Dücker
Emil Haufler
Kata-Team (Amy Lüer, Charlotte Oehm, Maya Tafel)
Kumite: Mira Acuna-Vazquez
Noshin Ibrahim
Arne Krippendorf
Sophie Willuweit
Long Le Do
Lukas Elvers

3. Platz Kata: Raik Babev
Sophie Willuweit
Kumite: Wilhelm Witt
Hugo Schmidt
Emil Haufler
Amy Lüer
Maya Tafel

4. Platz Kata: Manal Ibrahim
Wilhelm Witt
Pia Gniot
Kata-Team (Paula Ludwig, Helene Dücker, Mira Acuna-Vazquez)


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