Starke Techniken, starke Nerven

HKC glänzt bei der Deutschen Meisterschaft

Von Bianca Walsleben

Die Deutsche Meisterschaft des DJKB in Michelstadt–Bad König bot mit 63 Dojos, über 650 Teilnehmern in mehr als 1000 Starts ein beeindruckendes sportliches Spektrum. Mitten in diesem hochkarätigen Feld präsentierte sich der „Hatsuun Jindo“ Karate-Club Magdeburg-Barleben e. V. einmal mehr als einer der leistungsstärksten Vereine des Verbandes. Unter der Leitung von Cheftrainer Stephan Walsleben sowie den Co-Trainern Juliane Gluschke und Niklas Huckauf zeigte die große Kadermannschaft des HKC, warum sie bundesweit einen exzellenten Ruf genießt.

Allen voran überzeugte Arne Krippendorf, der sich in einem stark besetzten Pool behaupten musste – darunter auch seine Nationalmannschaftskollegen aus Viernheim. Mit taktischer Reife und beeindruckendem Kampfgespür gewann er mehrere Begegnungen vorzeitig mit Ippon. Im Finale drehte er nach einem 0:1‑Rückstand die Partie und errang knapp mit 2:1 die Goldmedaille. Für den jungen Athleten ist das Turnier ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Jugend-EM in Norwegen.

Auch Raik Babew zeigte eine starke Gesamtleistung. Sowohl in Kata als auch im Kumite kämpfte er sich bis ins Finale vor. Besonders im Kumite dominierte er die Vorrunden souverän. Im Endkampf führte er zunächst mit 1:0, wurde jedoch nach dreimaligem unglücklichem Verlassen der Matte in den letzten zwei Sekunden Kampfzeit disqualifiziert, wodurch es „nur“ zum Deutschen Vizemeister reichte. Trotz dieses Rückschlags zeichnete sich sein Kampfstil durch eine gute Übersicht aus und im Kata-Shiai besticht er durch saubere Technik.

Für eine der Überraschungen des Turniers sorgte Helene Dücker. Erstmalig im Freikampf und mit Blaugurt gestartet, besiegte sie mehrere Braungurte und setzte sich im Halbfinale mit 2:1 gegen eine Kämpferin aus Hannover durch. Erst im Finale musste sie sich knapp geschlagen geben und nahm auf dem zweiten Treppchen Platz. Ihre Fähigkeit, Trainingsinhalte präzise im Wettkampf umzusetzen, wurde vom Cheftrainer gelobt.

Ebenfalls ihr DM-Debüt gaben Finja Thierbach und Leona Grasme – und das mit Bravour. Beide kämpften sich im Kihon Ippon Kumite stark bis ins Finale vor. Leona konnte Bronze erringen und Finja unterlag nur knapp und wurde Deutsche Vizemeisterin. Beide Athletinnen machten durch präzise und kraftvolle Techniken auf sich aufmerksam.

Im Kata-Bereich überzeugte Bela Dussa, der erstmals ein DM‑Finale erreichte. Seine dynamische und kraftvolle Darbietung zeigte deutlich, wie stark er sich in den vergangenen Monaten entwickelt hat und dass er verdient den zweiten Platz errungen hat. Auch Manal Ibrahim belohnte sich für ihren Trainingsfleiß. Mit der Kata Jion erreichte sie 24,3 Punkte und setzte als erste Starterin im Finale ein hohes Niveau. Die spätere Siegerin aus Hannover erzielte mit Bassai Dai dieselbe Punktzahl, lag jedoch in der Unterbewertung um 0,1 Punkte vorn. Manals solide Stände und saubere Techniken lassen erahnen, dass sie mit noch mehr Dynamik künftig ganz oben stehen kann.

Das Kumite-Team der Damen um Jasmin Leiner, Sophie Willuweit und Amy Lüer zeigte eine beeindruckende Mannschaftsleistung. Nach einem klaren 3:0 gegen Fuji San Münster folgte ein ebenso dominanter 3:0‑Sieg im Halbfinale gegen Calw. Im Finale trafen sie auf die starken Konkurrentinnen aus Konstanz. Jasmin gewann ihren Kampf mit 1:0, doch Sophie und Amy mussten sich trotz großem Kampfgeist jeweils 0:2 geschlagen geben. Besonders Amy zeigte enorme Fortschritte, die sich auch in ihrem dritten Platz im Kumite Einzel widerspiegelten.

Das Kata-Team der Jungen – Arne Krippendorf, Raik Babew und Peter Fuller – präsentierte sich mit hohem Trainingsfleiß und sauberer Ausführung der Kata Jion. Eine leichte Unsynchronität kostete letztlich den Sieg, dennoch erreichten sie einen starken zweiten Platz.

Die Ergebnisse der Deutschen Meisterschaft zeigen eindrucksvoll, wie breit und leistungsstark der HKC aufgestellt ist – von jungen Talenten bis zu erfahrenen Wettkämpfern, von Kyu‑ bis Dan‑Graden. Der Verein startet damit eindrucksvoll in das Jahr 2026 und setzt ein starkes sportliches Ausrufezeichen für die kommenden Wettkämpfe.

Platzierungen:

  1. Platz

Kumite-Einzel Jugend - männlich              Arne Krippendorf

Kumite-Team Jugend männlich                 Arne Krippendorf für Karate Dojo Viernheim

  1. Platz

Kumite-Einzel Schüler männlich                Raik Babew       

Kumite-Einzel Schüler weiblich                  Helene Dücker

Kumte-Team Aktive Damen                       Jasmin Leiner, Sophie Willuweit, Amy Lüer

Kumite-Einzel Kinder weiblich                   Finja Thierbach

Kata-Team Jugend männlich                      Arne Krippendorf, Raik Babew, Peter Fuller

Kata-Einzel Schüler männlich                     Bela Dussa

Kata-Einzel Schüler weiblich                       Manal Ibrahim

  1. Platz

Kumite-Einzel Junioren weiblich               Amy Lüer

Kumite-Einzel Junioren männlich              Benjamin Talarczyk

Kumite-Einzel Kinder weiblich                   Leona Grasme

Kumite-Team Aktive Männer                    Benjamin Talarczyk, Long Le Do, Jonathan Cassarino (Tonbo Dojo Berlin)

Kumite-Team Jugend weiblich                  Charlotte Oehm, Manal Ibrahim, Noshin Ibrahim

  1. Platz

Kata-Einzel Kinder weiblich                         Hannah Schmidt

Kata-Einzel Schüler männlich                     Raik Babew



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