Winterlager des HKC – zwischen Abfahrt und Mondfahrt

Von Bianca Walsleben
Zum Winterlager 2020 verschlug es den HKC in den Winterferien in das vogtländische Schöneck. Hier kehrten die 33 Reisenden in die Ende 2019 neu eröffnete Jugendherberge, mit bestem Ausblick auf die Hänge des Winterparadieses, ein. Ganz in schwarz-gelb gehalten überzeugte der Neubau alle Teilnehmer mit seiner modernen Einrichtung, den Freizeitangeboten vom Tischtennis über Darts und Minigolf bis hin zu Gemeinschaftsräumen auf jeder Etage, in denen am Abend immer alle zusammenkamen und beim Kartenspielen in gemütlicher Atmosphäre der ereignisreiche Tag ausklang. Denn geboten wurde reichlich. Obwohl die Gegend zu dieser Zeit als schneesicher gilt, hatte sich Claudia Walsleben als Organisatorin auf alle Fälle vorbereitet und ein schneeunabhängiges Programm für die Woche entworfen, an dem sich jeder, der Lust und Laune hatte, beteiligen konnte. Nach dem Anreisetag Samstag konnten am Sonntag alle die Umgebung auf eigene Faust erkunden. Am Montag stand dann das Erlebnisbad auf dem Plan, das nur fünf Gehminuten von der Jugendherberge entfernt lag. Das perfekte Ziel in Anbetracht dessen, dass Petrus dem Schnee mit reichlich Regen ein jähes Ende bereitet hatte. Zum Glück sollte das nicht so bleiben. Der Dienstag startete mit starkem Schneegestöber und tauchte die Landschaft wieder in sein weißes Glitzergewand. Da diese Pracht sich auch erst einmal legen musste, bevor wieder zu Ski, Snowboard oder Schlitten gegriffen werden konnte, bot sich die Chance, dem Musikinstrumenten-Museum in Markneukirchen einen Besuch abzustatten. Die kleine interessierte Gruppe staunte nicht schlecht, welch enorme Vielfalt sich ihnen auf der Fläche von 20 Ausstellungsräumen bot. 3500 Musikinstrumente aus aller Welt von winzig klein bis überdimensional groß machten diesen Ausflug zu einem ungeahnten Erlebnis. Im Anschluss wartete das zweite Highlight des Tages auf seine Besucher: die Drachenhöhle Syrau, die einzige Schauhöhle Sachsens und das Reich des Drachen Justus. Sie ist geprägt von verschiedensten Tropfsteinen, kristallklaren Seen, weichen Lehmformationen und bizarren Sintervorhängen. Groß und Klein bewunderten diese Kunstwerke der Natur. Am Mittwoch ging das Schneetreiben zwar weiter, doch die Hänge waren wieder dicht bedeckt, dass sich die Wintersportler ihre Geräte anschnallten und den Hang unsicher machten. Auch unerfahrene Teilnehmer konnten in der Ski- und Snowboardschule lernen, den Schnee zu bändigen. Am Nachmittag trafen sich alle beim Bowlen und Kegeln. Am vorletzten Tag der Reise, Donnerstag, richtete die Gruppe ihren Blick in ferne Galaxien: in der deutschen Raumfahrtausstellung in Morgenröthe-Rautenkranz. Mit einer Reise zur ISS startete das Abenteuer Weltraum und zahlreiche Originalausstellungsstücke von Kleidung, Astronautennahrung, Bauteilen und dem ehemaligen Trainingsbereich der Astronauten bis hin zu Nachbauten von Raumkapseln, boten einen Eindruck von der Entwicklung zu einem Astro- bzw. Kosmonauten und seinem Leben im All. Vom ersten deutschen Kosmonauten, Sigmund Jähn bis zum aktuell auf der ISS stationierten Alexander Gerst erfuhren die Besucher alles über die Meilensteine der Raumfahrtgeschichte. So ging eine ereignisreiche Woche zu Ende, in der natürlich auch das Training der 26 Karatekas nicht zu kurz kommen durfte. Jeden Morgen brachte Sensei Stephan Walsleben die bunte Gruppe vom Weiß- bis Schwarzgurt zum Schwitzen. Und das nicht ohne Hintergedanken, denn zum großen Finale öffnete sich zum Ende des Trainings die Tür nach draußen und alle verbrachten die letzten Minuten ganz im Sinne von Kneipp und hielten sich mit Kihon-Techniken davon ab, im Schnee festzufrieren. Eine rundum gelungene Reise, die ihre Fortsetzung hoffentlich in 2021 findet – die Teilnehmer wären begeistert.


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