Erste Kampfschreie für Jung und Älter – Karate-Einsteigerkurs


Von Bianca Walsleben

Karate heißt lebenslanges Lernen, doch irgendwann muss man ja mal anfangen.

Den ersten Schritt auf diesem Weg gingen 15 Interessierte gemeinsam mit Trainerin Claudia Walsleben beim „Hatsuun Jindo“ Karate-Club Magdeburg-Barleben e.V.

Im Rahmen eines achtwöchigen Einsteigerkurses, der in dieser Woche zu Ende ging, bekamen die Lehrlinge einen Einblick in die Grundlagen des Karate. Sie bekamen die ersten Kihon-Techniken (Einzelübung für Arm- und Beintechniken) vermittelt, erfuhren was es bedeutet, diese im Kumite anzuwenden (Partnerübung mit Angreifer- und Verteidigerrolle) und beherrschten am Ende sogar die erste Shotokan Kata (festgelegte Abfolge von 20 Techniken). Gerade letzteres ist für Anfänger schwer zu erlernen, da die Richtungswechsel mit verschiedenen Wendungen ausgeführt werden – diese sind für Einsteiger oft noch sehr verwirrend. Doch die alterstechnisch breit aufgestellte Gruppe (zwischen 11 und 70 Jahren) meisterte diese Herausforderung. Jede Lebensphase bringt seine Vorteile mit sich: die älteren Teilnehmer zeigten sich besonders gewissenhaft beim Erlernen der neuen Abläufe und die Jüngeren bestachen durch ihre dynamische Ausführung. Beide können aneinander partizipieren und so sind sich alle einig, dass Karate nicht nur körperlich anstrengend ist, sondern auch in hohem Maß die Konzentration und Koordination fördert. Die Weichen wurden gestellt und als Ansporn für den Übergang in die laufenden Trainingsgruppen des Vereins, schenkte der HKC den Teilnehmern zum Abschluss ihren ersten Gi (Karate-Anzug).

Nun steht jedoch erneut ein Lockdown an und das gemeinsame Training im Verein muss wieder aussetzen. Doch der HKC weitet sein Angebot aus dem Frühjahr mit Übungsvideos zu den Basics und einem Livetraining in der Woche noch aus. So können im November alle Gruppen des Vereins einmal in der Woche an einer Live-Trainingsstunde teilhaben, sodass die Einsteiger gut aufgehoben sind und bei der Wiedereröffnung dann gemeinsam in der Gruppe wachsen können. Man kann an dieser Stelle nur an alle Breitensportler appellieren, motiviert zu bleiben und die Angebote zu nutzen, um den Anschluss nicht zu verlieren, wenn diese Phase überwunden ist. Der HKC steht seinen Mitgliedern zur Seite.


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