EM 2019 Kadan38Glanzvolle Bilanz auf der Kinder-, Jugend- und Veteranen EM

Sieben HKC-Starter im Einsatz

Von Bianca Walsleben

Am vergangenen Wochenende fand nicht nur die Europawahl statt, sondern auch die Europameisterschaft der Kinder, Jugend und Veteranen im tschechischen Kadan. Mit dabei das kleine Einmaleins des HKC: Sieben Starter des HKC und sechs Platzierungen von fünf Finalteilnehmern ergaben einen riesigen Erfolg für die jungen Karatekas. Die Ehre Deutschland auf internationaler Tatami vertreten zu dürfen, hatten Celina Kreutz, Sophie Willuweit, Lara Robra, Valentin Hennig, Huy Bui Ngoc, Simon Zerlin und Ferenc Dattko.

Am Samstag, den 25. Mai, gingen die Teilnehmer vom „Hatsuun Jindo“ Karate-Club Magdeburg-Barleben e. V. in den Einzelwettbewerben an den Start. Dabei lief es für zwei Teilnehmer herausragend. Zum einen für Sophie Willuweit: Ihre gesamte Familie war vor Ort, was zum einen enormen Rückhalt bietet, aber auch Leistungsdruck auslösen kann. Diesen galt es positiv zu kanalisieren. In ihrem ersten Kampf gelang es Sophie noch nicht in Gänze zu ihrer Form zu finden, da sie relativ zurückhaltend agierte. In der zweiten Begegnung sah sie sich einer sehr hoch gewachsenen tschechischen Kontrahentin gegenüber. Eine für Sophie sehr seltene Situation, da sie in ihrer Altersklasse meist zu den Größten zählt. Doch auch diese Gegnerin konnte sie nicht aufhalten auf ihrem Weg ins Finale.EM 2019 Kadan36 Im gleichen deutsch-tschechischen-Viertelfinale stand auch Celina Kreutz. Leider traf sie nach Ansicht der Kampfrichter ihre Gegnerin zweimal zu hart und wurde daraufhin disqualifiziert. Selbst der Widerspruch und starke Einsatz von Bundesjugendtrainer Markus Rues änderte an der Entscheidung nichts mehr. Am Abend blieb Celina nur noch die Chance, ihre Teamkollegin Sophie im Finale anzufeuern. Die zeigte dort einen ordentlichen und engagierten Kampf. Musste sich aber der späteren Gewinnerin geschlagen geben. Doch die Bronzemedaille auf einer Europameisterschaft als Einzelleistung ist hochverdient.

Zum anderen konnte Ferenc Dattko die Kampfrichter in seinen Vorrunden mit seinen Kata-Darbietungen überzeugen. Er schaffte es bis ins Finale einzuziehen und zeigte dort am Abend seine Kür-Kata „Jion“. Obwohl seine Auftritte immer von großer Kraft geprägt sind, blieb es am Ende bei Platz vier. Doch allein der Finaleinzug ist eine Auszeichnung seiner Leistung und ein enormer Ansporn für künftige Wettkämpfe, sei es national oder international.EM 2019 Kadan25

Leider gab es auch unglückliche Fälle, wie den von Huy Bui Ngoc im Kumite-Einzel. Seine erste Runde gegen einen englischen Kontrahenten gewann er souverän, doch Runde zwei ging gegen einen Russen, der ihm im Stil sehr ähnelte. Gleich zweimal werteten die Kampfrichter auf unentschieden, was insgesamt vier Minuten Kampfzeit bedeutet. Währenddessen musste Huy einen Kopftreffer einstecken, der bei ihm Nasenbluten verursachte. In Runde drei hieß es dann: der erste Treffer gewinnt. Nahezu dramatisch blieb der Magdeburger mit seinem Fuß an der Matte hängen, was sein Gegner zu seinem Vorteil nutzte und den entscheidenden Treffer erzielte. Ein ähnlicher Pechvogel war Simon Zerlin. Erste Runde fehlerfrei überstanden und dann in der zweiten einen Schlag auf den Solarplexus bekommen, der ihm nachhaltig Schmerzen bereitete, behinderte und das Atmen erschwerte. Trotzdem gewann er diese Begegnung, konnte aber zum dritten Kampf nicht mehr antreten. Daher kann nur erahnt werden, wie weit Simon es hätte schaffen können.

Am Sonntag gingen dann alle Starter des HKC auch in den Teamwettbewerben an den Start. Dort konnten sie gleich vier Platzierungen einheimsen. Ganz vorn dabei das Kata- und Kumite-Team um Lara Robra. Mit ihren Teamkolleginnen Kaltrina Osmani (Konstanz) und Anastasia Aleksic (Hannover) zog sie zum ersten Mal in dieser Konstellation direkt in das Finale ein.EM 2019 Kadan27 Mit ihrer Kata „Empi“ (deutsch: Flug der Schwalbe) verfehlten sie nur knapp die Bronzemedaille, konnten aber stolz auf ihre dargebotenen Leistungen sein. In gleicher Aufstellung traten sie im Kumite-Team an und schafften auch hier den Finaleinzug. Einzig dem serbischen Team unterlagen sie an diesem Tag und so gab es silbernes Edelmetall für die deutschen Mädchen. Das Gleiche konnte Huy Bui Ngoc im Team mit Adrian Bosse (vom BKC Magdeburg) und Janik Tomm (Füssen) mit der Kata „Bassai Dai“ (deutsch: Erstürmen der Festung) erreichen.EM 2019 Kadan28 Auch sie nahmen verdient auf dem zweiten Rang Platz. Für Mannschaftskollege Valentin Hennig lief es im Team-Shiai nahezu ideal. Ebenfalls am Abend im Finale stand er gemeinsam mit Florian Baier (Reichenberg)  und Damian Franz (Betra) im Team-Kumite. Leider trafen sie eine Runde zu früh auf das serbische Nationalteam, dem sie unterlagen und somit mit Bronze veredelt die Heimreise antraten.

Allein die Medaillenbilanz auf diesem internationalen Turnier ist bestechend, doch auch die Einzelleistungen sind den Magdeburgern hoch anzurechnen, ob sie nun bis in das Finale führten oder nicht, denn die gewonnene Erfahrung bringt die jungen Karatekas einen Schritt weiter auf ihrem Do (Weg) im Karate.

 

EM 2019 Kadan3

Platzierungen:

  1. Platz Kumite-Einzel Sophie Willuweit
  2. Platz Kata-Einzel Ferenc Dattko
  1. Platz Kata Team Huy Bui Ngoc (16/17 Jahre)
  2. Platz Kumite-Team Lara Robra (14/15 Jahre)
  3. Platz Kumite-Team Valentin Hennig (14/15 Jahre)
  4. Platz Kata-Team Lara Robra (14/15 Jahre)

Auszeichnungen

"Großer Stern des Sports" 2004
in Bronze - 1. Platz
in Silber - 3. Platz

"Großer Stern des Sports" 2007
Stern in Bronze

Gütesiegel

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